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Bereits erstmalig 648 v. Chr. bei den 33. Olympischen Spielen in Griechenland nachweisbar ist "Pankration" (griech. Allkampf mit Techniken wie z.B. Stoßen, Treten, Werfen, Bodentechniken, Hebeln, Würgen) bekannt. Aber auch schon in Ägypten und Babylon findet man Anleitungen zum Ring- und Faustkampf.
Darauf aufbauend interpretieren wir die historischen europäischen Fecht- und Ringhandschriften des 15.-17. Jahrhunderts.
Obwohl relativ wenige detaillierte Beschreibungen von Fauststößen bzw. Schlägen und Tritten vorhanden sind gehen wir davon aus
das diese als selbstverständlich vorausgesetzt wurden. Wir finden in den Manuskripten daher meistens die schwerer zu
merkenden Hebelketten. Viele Stücke lassen sich dem "geselligen Ringen" (zur körperlichen Ertüchtigung, zum Vergnügen aber auch zur Vorbereitung auf ernsthafte Auseinandersetzungen) zuordnen. Diese Übungen lassen sich jedoch durch die Hinzunahme von "Mord- und Kampfstücken" schnell in ernsthafte Verteidigung wandeln.
Zudem kann man Tritte, Schläge und Stöße wahrscheinlich zu den "verporgenen-", "Mord-" oder "Kampfstücken" zählen. Diese sind jedoch nur für das Bloßringen also ohne Harnisch sinnvoll. Im Harnischringen haben ganz klar die Hebel und Würfe Priorität (die ebenfalls "Mord- und Kampfstücke" enthalten).
Basierend auf den Ringtechniken der mittelalterlichen Fechtmanuskripte (Ringeck, von Danzig, Talhoffer, Codex Wallerstein, Kal, Wurm, Dürer, Goliath, von Auerswald, Maier, Meyer und Petter) und modernen MMA
sieht sich KKR als optimale Ergänzung zu den bewaffneten Kampfkünsten und ist durch seine körperlichen Attribute auch als beste Basis zu bewerten.
„Und wisse das alle hoebischeit kompt von deme ringen und alle fechten komen ursachlich und gruntlich vom ringen“ [Johannes Liechtenauer ca. 1389 GNM 3227a]
KKR ist kein Wettkampfsport da viele Techniken den Tod oder sehr schwere Verletzungen des Gegners beabsichtigen. Am besten kann man KKR mit einer Art Selbstverteidigung vergleichen.
Dennoch gibt es breite Trainingseinheiten mit Übungskämpfen in denen Stücke aus dem "geselligen Ringen" genommen werden. Dies steigert die Koordination und Kondition.
Obwohl ein jeder schwacher Ringer im Ernstfall einem Starken ebenbürtig ist,
wenn er Behendigkeit und Mass, Kampfstücke und Mordstücke hervor nimmt,
so hat der Starke im geselligen Ringen immer den Vorteil. [Codex Wallerstein, ca. 1470]
Inhalt:
Waffenlos
Fallschule (vor, seitlich, rück, Durchrollen)
Distanzen (Tritt, Schlag+Stoß, Ellbogen+Knie, Wurf+Hebel)
Fußtritte und Fußstöße (vor,seitlich,rück,halbkreis)
Faustschläge(Schwinger,Haken,Rückhand,Hammer) und Fauststöße (Jab, Cross)
Kniestoß und Knieschlag
Ellbogenstoß und Ellbogenschlag
Würfe und Takedowns
Hebel im Stand und am Boden
Würger im Stand und am Boden
Brüche gegen Angriffe
Brüche gegen Brüche
Bodenkampf
Bewaffnet
Dolch/Messer
Schwert
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