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Was ist fechten mit Rapier/Degen und Linkhanddolch nach italienischer Schule ?
Was ist ein Rapier?
Der Rapier ist ein leichtes Schwert mit schlanker Klinge die für den Stich optimiert wurde (was nicht heißt das keine Hiebe geführt wurden)und einem Korb das die führende Hand oder mindestens den Zeigefinger schützen soll. Eine genaue Unterscheidung zwischen Schwert, Rapier und Degen wurde in der Sprache der damaligen Zeit nicht getroffen.
Die Entwicklung beginnt etwa zu Beginn des 16. Jahrhunderts und endet mit dem Hofdegen der französischen Schule die damit auch die italienische Schule im 18. Jahrhundert verdrängt.
Der Name "italienische" bzw. "französischen" Schule meint den Ursprungsort und die Sprache mit den meisten schriftlichen Quellen mit der entsprechenden Waffe. Die Schulen wurden jedoch in ganz Europa verbreitet, so wurde auch in England und Dänemark im 16. und 17. Jahrhundert nach italienischer Art gefochten. Oft waren auch italienische Fechtmeister vor Ort und haben unterrichtet. Werke bekannter Fechtmeister wurden in andere Sprachen übersetzt und verbreitet.
Der Rapier erfährt im Laufe seiner Verwendung zahlreiche Änderungen in seiner Form. Er wurde länger dann wieder kürzer, schlanker, leichter - andere Varianten schwerer. Diese waren zum Teil lokal und zeitlich begrenzt. Damit ist eine exakte Definition akademischer natur. Für unsere Schule verwenden wir folgende Form:
Gesamtlänge: ca. 110 -120 cm
Klingenlänge: ca. 95 -110 cm
Gewicht: ca. 1000-1200 Gramm
Im Training verwenden wir auch gerne Sportklingen mit historischen Körben, wodurch das Gewicht der Waffe natürlich stark verfälscht wird, jedoch für längere Übungszeiten angenehmer zu führen ist.
Die Linke Hand wurde oft zum Greifen verwendet um die gegnerische Klinge zu schnappen und zumindest für einen Moment festzuhalten, um den eigenen Angriff möglichst ohne Gefahr auszuführen. Auch wurden gerne sogenannte Linkhanddolche oder Parierdolche verwendet, die oft ein speziell geformtes Gefäß besaßen, mit dem ein Festhalten der gegnerischen Klinge leicht möglich war . Man spricht dabei gerne von Klingenbrechern, meint aber eher ein Klingenfangen damit.
Auch die Verwendung diverser anderer Zweitwaffen wie: den Mantel, den Buckler (kleiner Faustschild) , Seil und sogar einen zweiten Degen bzw. Rapier finden sich in den Quellen.
Für unsere Schule nutzen wir die Zeit des Übergangs von der italienischen zur französischen Schule. Als eine Hauptquelle verwenden wir dabei die Schrift des deutschen Fechters Sebastian Heußler. Heußler war der Herausgeber des " new künstlichen Fechtbuches", basierend auf den Lehren verschiedener italienischer und französischer Fechtmeister. Es wurde zwischen 1615 und 1640 mehrmals aufgelegt.
Hauptquellen seines Werkes waren die Schriften der Fechtmeister Salvatore Fabris und Ridalfo Capo Ferro die beide Ihre Art der ital. Fechtkunst unterrichteten.
Was brauche ich um bei Gladiatores Rapier fechten zu lernen?
- Mindestalter: 16 Jahre
- Maximalalter: gibt es nicht
- Normale Sportkleidung und Sportschuhe
- gute Laune und Geduld
- alles andere ist vorhanden und kann für die erste Zeit ausgeliehen werden.
Wer jetzt Lust bekommen hat, schaut einfach mal vorbei zu einem kostenlosen und unverbindlichen Probetraining.
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